Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

§ 1 Geltungsbereich & Vertragspartner

1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden "AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der Cloud-Software "ZendWerk ERP", die zwischen ZendWerk (im Folgenden "Anbieter") und dem Kunden geschlossen werden.

2. Das Angebot von ZendWerk richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (B2B), juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen.

3. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt hat.

§ 2 Vertragsschluss & kostenlose Testphase

1. Die Bereitstellung der Software auf der Website stellt ein verbindliches Angebot des Anbieters zum Abschluss eines Nutzungsvertrages dar.

2. Mit der Registrierung auf der Plattform beginnt eine kostenlose Testphase von 7 Tagen. In dieser Zeit kann der Kunde die Software vollumfänglich und unverbindlich testen.

3. Wichtiger Hinweis zur Testphase: Kündigt der Kunde nicht innerhalb dieser 7-tägigen Testphase über das Dashboard, geht die Testphase automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement (in dem bei der Registrierung gewählten Tarif) über. Der Kunde wird vor Ablauf der Testphase gesondert darauf hingewiesen.

§ 3 Leistungen & Verfügbarkeit (SLA)

1. Der Anbieter stellt dem Kunden die Software "ZendWerk ERP" als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Nutzung zur Verfügung.

2. Der Anbieter gewährleistet eine Erreichbarkeit der Software von 99,0 % im Jahresmittel.

3. Von der garantierten Erreichbarkeit ausgenommen sind Zeiten, in denen der Server aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter, etc.), nicht zu erreichen ist.

4. Wartungsarbeiten: Geplante Offline-Zeiten zur Durchführung von Systemwartungen und Updates werden dem Kunden mindestens eine (1) Woche im Voraus im Dashboard oder per E-Mail angekündigt. Diese Wartungsfenster fließen nicht in die Berechnung der Verfügbarkeit ein.

§ 4 Mitwirkungspflichten, KI-Nutzung & Datensicherung

1. Zugangsdaten: Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (Benutzername, Passwort) streng geheim zu halten und vor dem unbefugten Zugriff Dritter zu schützen. Der Kunde haftet vollumfänglich für sämtliche Aktivitäten, die unter seinem Benutzerkonto stattfinden, insbesondere wenn Dritte mit den Zugangsdaten Unfug betreiben, es sei denn, der Kunde hat den Missbrauch nicht zu vertreten.

2. KI-Ergebnisse prüfen: ZendWerk nutzt Künstliche Intelligenz (KI), beispielsweise für den automatisierten Belegscan. KI-Systeme können, insbesondere bei schlechter Bildqualität oder uneindeutigen Daten, Fehler machen. Der Kunde ist ausdrücklich dazu verpflichtet, sämtliche von der KI erfassten, ausgelesenen oder generierten Daten (Beträge, Steuersätze, Kategorien) vor der Buchung oder dem DATEV-Export auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen.

3. Datensicherung: Der Anbieter führt im Rahmen seines Betriebs regelmäßige Backups der Datenbanken durch und wird im Falle eines Datenverlusts das Bestmögliche tun, um die Daten wiederherzustellen. Dies entbindet den Kunden jedoch nicht von seiner gesetzlichen und kaufmännischen Pflicht zur eigenen Datensicherung. Der Kunde ist verpflichtet, seine Rechnungen, Belege und Auswertungen (z.B. durch regelmäßige DATEV- oder PDF-Exporte) fortlaufend lokal zu sichern.

§ 5 Drittanbieter-Module (z.B. WhatsApp-Integration)

1. Soweit ZendWerk Schnittstellen zu Drittanbietern anbietet (insbesondere das WhatsApp-Modul über die Meta-API), hängt die Funktionalität dieser Module von der dauerhaften Bereitstellung und den Richtlinien des jeweiligen Drittanbieters ab.

2. Ändert ein Drittanbieter (z.B. Meta) seine API, seine Nutzungsbedingungen oder stellt den Dienst zeitweise ein, übernimmt der Anbieter keine Haftung für hieraus resultierende Ausfälle des Moduls in ZendWerk.

3. Der Kunde ist verpflichtet, Störungen an Schnittstellen eigenständig und unverzüglich dem Support von ZendWerk zu melden, damit entsprechende Anpassungen (soweit technisch möglich) vorgenommen werden können.

§ 6 Preise & Zahlungsbedingungen

1. Die auf der Website angegebenen Preise verstehen sich als Nettopreise zzgl. der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.

2. Die Entgelte für das Abonnement sind für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) im Voraus fällig.

3. Dem Kunden stehen folgende Zahlungsmethoden zur Verfügung: Kreditkarte, PayPal und SEPA-Lastschrift.

4. Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software nach vorheriger Mahnung und einer angemessenen Nachfristsetzung bis zur vollständigen Begleichung der offenen Forderungen vorübergehend zu sperren.

§ 7 Vertragslaufzeit & Kündigung

1. Monatstarife: Monats-Abonnements haben eine Laufzeit von einem Monat und verlängern sich automatisch jeweils um einen weiteren Monat, wenn sie nicht fristgerecht gekündigt werden. Die Kündigung kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats durch einen Klick im Dashboard des Kundenkontos erfolgen.

2. Jahrestarife: Jahres-Abonnements haben eine Laufzeit von 12 Monaten und verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr. Um einen Jahrestarif rechtssicher zu kündigen, sind zwei Schritte kumulativ erforderlich: Die Kündigung muss spätestens einen (1) Monat vor Ablauf der Jahresfrist per E-Mail an den Support angekündigt werden UND zwingend über den entsprechenden Button im Dashboard des Kundenkontos ausgeführt werden.

§ 8 Haftung & Haftungsbeschränkung

1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers und der Gesundheit von Personen.

2. Darüber hinaus haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nur im Falle der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

3. Ausschluss für KI-Eingabefehler: Da der Kunde verpflichtet ist, die Ergebnisse der Künstlichen Intelligenz (z.B. Belegdaten) vor der Übernahme in die Buchhaltung oder vor dem Export zu prüfen, schließt der Anbieter jegliche Haftung für fehlerhafte Buchungen, fehlerhafte DATEV-Exporte und daraus resultierende steuerliche oder rechtliche Nachteile beim Finanzamt aufgrund unkorrigierter KI-Fehler aus.

4. Datenverlust: Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für anfängliche Mängel wird ausgeschlossen. Bei Datenverlust haftet der Anbieter nur für den Schaden, der auch bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (gemäß § 4 Abs. 3) entstanden wäre.

§ 9 Schlussbestimmungen

1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

2. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters (Salzgitter), sofern der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.